40 Jahre Städtepartnerschaft Zittau - Liberec

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Besuch der Primatorin von Liberec bei OB Voigt vom 28.03.2012

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Unterzeichnung des Memorandums am 13.04.2012

Am 21. Februar vor 40 Jahren wurde erstmals eine Städtepartnerschaft zwischen Zittau und Liberec vereinbart. Aus diesem Anlass werden sich im April die Liberecer Oberbürgermeisterin Bc. Martina Rosenber­gová und der Zittauer Oberbürgermeister Arnd Voigt gegenseitig einen Besuch abstatten.

Das Wochenende vom 13./14.04.2013 steht ganz im Zeichen des gegenseitigen Kennenlernens der Einwohner beider Städte. Dafür bereiten sowohl die Stadt Zittau als auch die Stadt Liberec interessante Programme vor. Es wird u.a. Stadtführungen in der Sprache des Nachbarlandes sowie ermäßigte Eintritte in verschiedene touristische und Freizeiteinrichtungen geben. Nähere Informationen werden Anfang März über die Presse bekannt gegeben und auf der Homepage beider Städte abrufbar sein.

Auf der Konvent’a am 27. und 28.04. wollen Zittau und Liberec ihre touristischen Angebote gemeinsam präsentieren.

Die Städtepartnerschaft zwischen Zittau und Liberec wurde und wird vor allem von den Menschen beider Städte im normalen Alltag gelebt. Wichtige Voraussetzungen dafür sind die beide Städte verbindende Bahnstrecke und künftig eine schnelle Straßenverbindung. Die Zittauer zieht es in Liberec vor allem in die Oper, das Freizeitzentrum Babylon, den Botanischen Garten, den Zoo und auf den Jeschken sowie auch in die Einkaufszentren. Zahlreiche Fans der Liberecer Eishockey-Mannschaft kommen aus dem Zittauer Raum. Recht eng arbeiten die Hochschuleinrichtungen, die Museen und die Wirtschaftskammern auf ihren Fachgebieten zusammen. Ebenso tauschen sich die Tourist-Informationen und Feuerwehren aus. Kindereinrichtungen arbeiten auf dem Gebiet der zweisprachigen Erziehung miteinander. Mit finanzieller Unterstützung der Euroregion kooperieren beide Städte in diesem Jahr bei der Vorbereitung und Durchführung des Tages des offenen Denkmals. Zudem wurde ein Kleinprojektantrag zur Erforschung der Geschichte beider Städte zur Bewilligung eingereicht. Weitere Projekte werden von den Studierenden der Zittauer und Liberecer Hochschuleinrichtungen geplant.

Am 21. Februar 1973 wurde von den damaligen Bürgermeistern erstmals eine Vereinbarung über die Partnerschaft zwischen den Städten Liberec und Zittau unterzeichnet. Diese Partner­schaftserklärung wurde am gleichen Tag im Jahr 1991 erneuert. Dazwischen gab es zudem einige Vereinbarungen beider Städte über eine freundschaftliche Zusammenarbeit.

Während eines Treffens zwischen der Liberecer Oberbürgermeisterin Bc. Martina Rosenber­gova und des Zittauer Oberbürgermeisters Arnd Voigt im Oktober 2011 vereinbarten beide Stadtoberhäupter, dass die seit vielen Jahren bestehende städtepartnerschaftliche Zusammen­arbeit weiter intensiviert werden sollte. Dazu unterzeichneten sie am 13.04.2012 in Liberec ein Memorandum.

''Leipziger Almanach 2011 / 2012'' mit vielen Aspekten der Stadtgeschichte

Vom Mittelalter bis ins späte 20. Jahrhundert spannt sich der thematische Bogen des soeben im Leipziger Universitätsverlag erschienenen „Leipziger Almanachs 2011 / 2012“. Es handelt sich um die jüngste Publikation der vom Stadtarchiv Leipzig herausgegebenen Schriftenreihe.

Diese Edition existiert seit 1995. Bis 2008 führte sie den Namen „Leipziger Kalender“, seit 2010 erscheint sie als „Leipziger Almanach“ im Zweijahresrhythmus. Partner bei der Herausgabe ist seit vielen Jahren der Leipziger Universitätsverlag. Der Almanach wendet sich sowohl an Fachhistoriker als auch an historisch Interessierte. Lehrer, Schüler und Studenten finden hier ein breites Spektrum von Themen, um ihre Heimat- bzw. ihre Studienstadt kennenzulernen.

Auf den rund 400 Seiten des neuesten „Leipziger Almanachs“ widmen sich Mitarbeiter des Stadtarchivs, Historiker und historisch Interessierte verschiedenen Aspekten der Leipziger Stadtgeschichte – von Fragen der mittelalterlichen Topographie bis zur Friedlichen Revolution. Heinz Weithaas sichtet die Belege für die Lage des Nonnenklosters St. Georg und der Pleißenburg. Kristin Bauer untersucht die Erwerbstätigkeit von Frauen in spätmittelalterlichen Städten am Beispiel der Leipziger Kramerinnung, Thoralf Schmidt schreibt über Konflikte zwischen der Stadt und der Universität Leipzig von 1409 bis ins frühe 16. Jahrhundert. Dieter Gleisberg und Karl-Heinz Mehnert widmen sich in ihren Beiträgen dem Wirken zweier Kunstsammler aus den Reihen des Leipziger Bürgertums, Johanna Ludwig thematisiert den Einsatz Luise Otto Peters’ und Robert Blums für die Sache der Freiheit, und Hans-Jürgen Sievers wirft einen persönlichen Rückblick auf sein Engagement als Moderator am Runden Tisch der Stadt Leipzig in denZeiten der Friedlichen Revolution 1989 / 1990. Weitere Beiträge befassen sich mit Zuwanderung in der frühen Neuzeit (Steffen Jauch), Leipziger Vornamen im 18. Jahrhundert (Claudia Rothe), dem Brauch der legendären „Gelben Suppe“ als Teil bürgerlich-demokratischer Praxis vor dem ErstenWeltkrieg (Andreas Schneider), mit den Beziehungen des Schriftstellers Hans Henny Jahnn (1894-1959) zu Leipzig (Klaus Schuhmann) und den Briefen des Leipziger Reichstagsabgeordneten Johannes Junck aus dem letzten Jahr desErsten Weltkrieges (Werner Wendt).

Nach dem Archivgesetz des Freistaates Sachsen ist das Stadtarchiv nicht nur verpflichtet, archivwürdige Unterlagen zu übernehmen, zu ordnen und zuverzeichnen, sondern sie auch auszuwerten. Zu diesem Zweck organisiert das Stadtarchiv seit mehr als zwanzig Jahren Ausstellungen und Vortragsreihen und gibt seit 1995 die Schriftenreihe heraus. Der „Leipziger Almanach“ ist im Buchhandel für 24 Euro erhältlich. Er kann auch über den Leipziger Universitätsverlag im Abonnement bezogen werden.